1.09.2011

Teppichboden: Flauschig, wohnlich oder lieber kurz und bündig?

Viele Kinder lieben es auf einem flauschigen Teppichboden zu spielen, zu tollen und sich zu kringeln. Andere, etwas ältere Menschen mögen das weiche Laufgefühl von Teppich. In Zeiten, wo es modern ist, Laminat oder Echtholzparkett sein Eigen zu nennen, ist der gute, alte Teppichboden noch längst nicht aus der Mode. Denn es kommt, wie so oft, darauf an, welche Anforderungen mit dem Bodenbelag verbunden werden. Soll er farbliche Akzente setzen? Soll er für die Kinder eine Spielwiese sein? Gemustert oder einfarbig? Das kommt drauf an.

Manch einer bevorzugt einen Teppich mit ganz kurzen Haaren und andere schätzen das flauschige Gehgefühl. Der sogenannte Flor oder Vlies entscheidet darüber. Ist er lang, wird es flauschig. Ist er kurz, wird es auf stilvolle Weise ein wenig kühler. Die Struktur des Gewebes wird als Flor oder Vlies bezeichnet. Ob Samt, Plüsch oder Tuftings – jede Gewebestruktur hat ihre Vor- und Nachteile: Nicht überall kann ein Teppich mit hohem Flor eingesetzt werden. An Treppen beispielsweise sollte ein Kurzflor Teppich liegen, damit niemand stolpert.

Die verschiedenen Arten von Teppichen ergeben sich aus dem Herstellungsverfahren. Ein geknüpfter Teppich hat eine Gewebestruktur, bei der die Fasern nach oben stehen. Dadurch wird ein angenehmes Laufgefühl erreicht. Gewebte Teppiche aus reiner Baumwolle haben meist kurze, kompakte Faserstrukturen. Die Folge ist ein robuster Teppich, der einiges aushält. Getupfter Teppich entsteht dadurch, dass der Flor direkt in das Grundgewebe eingearbeitet wird. Somit ist zwar die Herstellung günstiger, aber robust ist ein getupfter Teppich dennoch. Man sollte sich also im Klaren darüber sein, welche Anforderungen mit dem zukünftigen Bodenbelag verknüpft werden. Eine gründliche Recherche im Fachhandel, Internet oder bei einem Bekannten, der sich zufällig mit Bodenbelägen auskennt, dürfte vor dem Kauf recht hilfreich sein.

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